Kostenträger

Als Kostenträger für die Leistungen der Haushaltshilfe/Familienpflege kommen unter anderem in Betracht:

  1. Die gesetzlichen Krankenkassen
  2. Die deutsche Rentenversicherung, früher BFA oder LVA
  3. Der Jugendhilfeträger und der Sozialleistungsträger
  4. Die Beihilfe des Bundes oder des Landes
  5. Bischöflicher Sonderfonds
  6. Stiftungen und Spenden
  7. Selbstzahler


  1. Die gesetzlichen Krankenkassen
    Bei stationärem und teilstätionärem Aufenthalt, z.B. in einer Klinik, einer Reha-Einrichtungen oder einem Kurhaus, haben Sie, sofern Kinder unter 12 Jahren zu versorgen sind, einen gesetzlichen Anspruch auf Kostenübernahme für die Dauer Ihrer Abwesenheit.

    Das Gleiche gilt, wenn Sie wegen einer Risikoschwangerschaft oder einer Mehrlingsgeburt besonderer Schonung bedürfen oder liegen müssen, um die Entwicklung der Neugeborenen nicht zu gefährden.

    Wenn Sie wegen einer akuten Erkrankung in ambulanter Behandlung sind und Ihr Arzt Ihnen ein Attest für Haushaltshilfe verordnet, kann die Krankenkasse diese Kosten ebenfalls übernehmen. Dies ist eine freiwillige, bzw. zusätzliche Leistung Ihrer Kasse auf die es keinen gesetzlichen Anspruch gibt. Die Kasse kann also, ähnlich wie z.B. bei alternativen Heilmethoden, selbst entscheiden, in welchem Rahmen sie in diesem Fall Haushaltshilfe gewährt.


  2. Die deutsche Rentenversicherung, früher BFA oder LVA
    Sie trägt die Kosten der Haushaltshilfe vor allem bei Anschlussheilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen. Sie leistet Haushaltshilfe in dem Rahmen, wie Kinder zu Hause zu betreuen sind, max. 38,5 Stunden pro Woche.


  3. Der Jugendhilfeträger und der Sozialleistungsträger
    Bei Fällen, die über das Leistungsspektrum der Krankenkasse hinaus reichen, kann im Einzelfall auch das Jugendamt oder das Sozialamt für die Kosten aufkommen. Dies ist zum Beispiel bei besonderen Notsituationen, wie der Tod der haushaltsführenden Person, der Fall.

    Falls die gewährte Stundenanzahl der Kasse nicht reicht, weil Sie z.B. alleinerziehend sind oder getrennt leben und sich niemand nachts um die Kinder kümmern kann, leistet unter Umständen das Jugendamt finanzielle Hilfe.


  4. Die Beihilfe des Bundes oder des Landes
    Sie ist zuständig für alle Beamten.
    Über die Beihilfe können bis zu 80% der Kosten für eine Haushaltshilfe beantragt werden. Bei stationärem Aufenthalt der Mutter und max. 7 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus kann noch eine Haushaltshilfe gewährt werden. Bei schweren Erkrankungen, die ambulant behandelt werden, und bei Risikoschwangerschaft werden 80% der Kosten ab der 5. Woche übernommen.


  5. Bischöflicher Sonderfonds
    Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart stellt für Familienpflegedienste einen Sonderfonds zur Verfügung. Die Katholische Familienpflege kann in besonderen Notsituationen einen Antrag auf Mittel aus dem bischöflichen Sonderfonds stellen, sofern uns eine Familie, die dringend eine Familienpflegerin braucht, bekannt ist.
    Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne weiter und suchen gemeinsam nach Lösungen.


  6. Stiftungen und Spenden
    Sollte Ihre Familie aus irgendeinem Grund keine Unterstützung der genannten Kostenträger erhalten, oder treffen die Voraussetzungen nicht zu und sind Sie dennoch in einer familiären Notlage, helfen Spenden, Stiftungen und Fonds. Fragen Sie in Ihrer Kirchengemeinde, bei Ihrem Arbeitgeber und in Ihrem Bekanntenkreis.


  7. Selbstzahler
    Natürlich ist es auch möglich, die Haushaltshilfe bzw. eine qualifizierte Familiepflegerin selbst zu bezahlen. Wir rechnen dann direkt mit Ihnen persönlich ab. Der derzeitige Stundensatz, den wir auch mit den Krankenkassen abrechnen, liegt bei 27,00 EUR pro Stunde (Stand Januar 2013).